In diesem Jahr hat das Grazer Philharmonische Orchester zum Neujahrskonzert seine Zuschauer gründlich überrascht: auf dem Solistenpult stand nicht wie üblich ein klassischer Musiker, sondern der Steptänzer Andreas Dänel. Aufgeführt wurde das Tap Dance Concerto von Morton Gould.
Andreas, was ist das Tap Dance Concerto für ein Stück?
Es ist ein Konzert für Solist und Orchester, ganz im Sinne der klassischen Tradition. Bei einem Klavierkonzert ist zum Beispiel ein Pianist der Solist vor dem Orchester und hier handelt es sich um ein Steptanzkonzert, bei dem ein Steptänzer der Solist vor dem Orchester ist.
Welche Aufgabe musst Du als Solist erfüllen? Musst Du seitenweise nach Noten steppen?
Meine Rolle besteht darin, mit dem Orchester zu musizieren, indem ich den vom Komponisten vorgeschriebenen Solopart umsetze. Dieser ist wie eine Schlagzeugstimme notiert und gibt mir verbindliche Rhythmen, zu denen ich eine eigene Choreographie entwickle. Das heißt, es muss so klingen, wie Morton Gould es will, aber die Ausführung Weiterlesen
